World of Warcraft: Umdenken

Januar 15, 2009 at 14:52 (MMORPGs, WoW) (, , )

sapphironSeit dem Pre-Wrath Patch gibt es glaube ich kein Wort, dass ich so hassen gelernt habe wie dieses. Keine Beschäftigung, die ich so unnütz empfunden habe, wie das beschäftigen mit diesem Wort. Kein “Belohnungssystem”, welches mir fadenscheiniger vorkam. Wovon ich spreche? Achievements – oder zu deutsch Erfolge. Umso mehr verwundert war ich über mich selbst, als ich vor ein paar Tagen angefangen habe darüber nachzudenken, ob ich da nicht vielleicht doch etwas voreilig war.

Ich spreche nun nicht von Erfolgen wie To All The Squirrels I’ve Loved Before, sondern von den Instanz- und viel wichtiger Raidachievements. Ich denke, was vor allem ich hier nicht geschafft habe, ist der Absprung – die Umstellung. Ich behaupte, dass es aktuell zu wenig Content geben würde und sehe Dinge wie Heroic: Arachnophobia als künstlichen Balast an. Beschwere mich darüber, dass außer Malygos nichts anspruchvolles in diesem Spiel geboten wird.

Mit Vanilla WOW lag die Herausforderung noch darin 40 Leute versammelt zu bekommen. Erfolgsmarken waren hier im Gesamten noch Bosskills, leere Instanzen und für jeden Einzelnen Ausrüstungsteile, die Teilweise starke Verbesserungen mit sich brachten – und die nicht jeder hatte. Waren es noch Ragnaros oder Nefarian die man umgehauen hatte – es hatte eine Bedeutung. Und es gab das Gefühl etwas besonderes zu sein.

Mit den Bossnerfs und dem Wegfallen von Zugängen in Burning Crusade, begann eine ganze andere Form von Elitarismus sich zu etablieren. Gruul vor dem Nerf gelegt? Die Fähigkeit gehabt den Wasserfall vor SSC zu teilen, bevor es niemanden mehr interessiert hat? Champion der Naaru gewesen, bevor es den Titel überhaupt gab? Schon damals fingen wir an uns an solchen Dingen hochzuziehen und haben uns insgeheim gewünscht, dass dieses “Ich bin was besseres als du” irgendwo aufgeführt worden wäre.

Und nun? Nun haben wir genau das. Richtig klick gemacht hat es bei mir erst, als einer meiner Bekannten mir voller Stolz erzählte, dass sie nun den Titel Immortal erhalten hätten. Und ich war beeindruckt. Neben allen Disconnects, Laggs und spontanen Entscheidungen wie “Ich stelle mich nun mal allein in die Ecke. Der Meteor bei den Horsemen wird sich schon nicht mich aussuchen.” ein Titel, der wirklich etwas über Skill aussagt. Die Behauptung Naxx im 25er clear zu haben, haut niemanden mehr vom Hocker. Aber so etwas ist eine Leistung. Und wenn ich mir die Liste der Erfolge anschauen, dann ist da eine Menge um das Raiden spannender zu halten und sich selbst Woche um Woche neue Herausforderungen zu setzen.

Während Tobold und Rohan sich diese Woche viel mehr Gedanken über die Zugänglichkeit von Raids und deren Exklusivität machen, hat mich viel mehr die Frage warum Sartharion mit drei Drachen so unpopulär ist zum nachdenken gebracht. Wir wollen schwerere Encounter? Wir können sie uns selbst machen. Und zwar nicht nur mit “Heute spielen wir alle mal nur mit einer Hand”, sondern so, dass es jeder einzelne sehen kann. Heute haben wir die Möglichkeit anderen Leuten zu zeigen, dass wir etwas drauf haben – mit Erfolgen. Nicht mit diesem hübschen kompletten T3, welches kurze Zeit später ohnehin durch andere Items ersetzt wird. Nicht durch einen Hand of A’dal Titel, den man irgendwann austauscht. Nein – mit einem festen Eintrag in unserer Erfolgshistorie – inklusive Datum!

Die Maßnahme sollte also klar sein: Umdenken ist angesagt. Heroics sind langweilig? Na. Dann hast du sicherlich schon alle Heroicerfolge. Zehner sind ja so fix durchgespielt? Dann wird es Zeit das ganze mit 8 Leuten durchzuspielen. Wer braucht schon das Mount von Sartharion für den drei Drachen Encounter? Niemand, aber Twilight Vanquisher klingt schon cool. Ich will nicht leugnen, dass diese Umstellung mir nicht selbst schwer fällt. Aber um weiterhin Spaß und Herausforderung am Raiden zu finden, wird nichts anderes bleiben als darauf einzusteigen.

Erkenne die Möglichkeiten.

5 Kommentare

  1. Kammikatze sagte,

    [quote]Nun haben wir genau das. Richtig klick gemacht hat es bei mir erst, als einer meiner Bekannten mir voller Stolz erzählte, dass sie nun den Titel Immortal erhalten hätten. Und ich war beeindruckt.[/quote]

    *rot werd*

  2. Oli sagte,

    Ja aber…

    das ist was ich beim lesen deines posts dachte. Ich stimme dir voll und ganz zu das Erfolge die Pros von den Gimps unterscheiden werden, aber trotzdem bemängel ich den fehlenden Content vor allem in 5er Instanzen. Was ist aus den krassen Strath 45 runs oder Brd 4 stunden runs geworden? Wo ist die TdM hero geblieben? Ich würde gerne wieder in den Shatterd Halls wipen weil der Tank es nicht hinbekommt die Gladiatoren-Packs zu pullen wenn sie wenig HP haben…
    Mittlerweile ists einfach nur noch langweilig geworden.
    Und jetzt kommt mir nich mit Halle der Blitze oder so nem Spökes… da ist ein Encounter der ein wenig verlangt das die Gruppe sich bewegt. ;) Mit gehts um spannende Kämpfe… Wir pullen doch alles nur noch zusammen und Bomben rein…

    Naja… ich finds schade das sowas wohl nicht mehr gefragt ist.

    Zum thema erfolge:
    Ich find so ein paar ja echt cool. Die haben aber was mit Leistung zutun. Es ist ne super Leistung wenn du den roten Protodrachen durch Heroic- Erfolge bekommen hast. Aber es ist keine Leistung 2 Stunden durch Azeroth zurennen um Westfall und co zu entdecken. :)

    Naja… war grade in schreiblaune…
    Haut rein :)

  3. Yazz sagte,

    Erkenne die Möglichkeiten…. und nutze sie auch. Das is das problem, seit ich 80 bin will ich die hero achievements machen und ärgere mich wenn ich leute mit nem roten proto sehe. Warum? weil ich das nicht habe und wenn ich erlich bin auch auf lange sicht wohl net haben werde, das liegt aber an der motivation, ich habe kein problem mich an nem boss zu whipen bis ich das achievement habe aber 4 – 24 andere Leute zu finden die die gleich motivation habe ist…naja..ich finde fast unmöglich

  4. Thuata sagte,

    Ja und nein – du hast natürlich recht, mit einigem was du schreibst cash. Wir können uns unseren Content selbst schwieriger machen.

    Und nach einigen Reminiszenzen zusammen mit jemanden, mit dem ich seit dem ersten Tag gemeinsam raide: wie schwer wars den früher tatsächlich? Klar – ich hab nie zu denen gehört, die server-firstkills hingelegt haben.
    Aber dafür war ich in einem Raid der es sich leisten konnte, bis zu 13 Paladine an einem Abend mitzunehmen (wirklicher Luxus wenn die 5min-segen nie auslaufen *g*). Wir hatten so “unnötige” Sachen dabei wie 4 Ferals oder einen Moonkin oder auch einen halbhobbit-gnomenmage der aus “Rücksicht auf seine Hobbitseite” auch bei Nefarian noch verweigert hat, Schuhe anzuziehen.
    Heutzutage ein Ding der Unmöglichkeit – ja man wird schon schief angeschaut, wenn die Schuhe nicht verzaubert und bestmöglich gesockelt sind.
    Alle Raidinstanzen clear? Vor WotLk für mich weit jenseits des Horizonts. Hab ich mich geärgert? Natürlich. Hats mich in meinem Spielvergnügen gestört? Nein.

    Heute beneide ich Spieler, die diverse Achievements schaffen die für mich (im Moment) noch ausserhalb meiner Reichweite sind. Einfach weil ich sehen kann: die haben das schon hinbekommen – und ich noch nicht.
    Und in Heros geh ich eigentlich nur mehr in Gruppen wo ich mir denk: da könnt man doch vielleicht noch Achievement x oder y probieren…

    Aber: Reizt es mich wirklich, so oft nach Naxx zu gehn bis ich sämtliche Schwierigkeitsstufen abgeklappert hab? Mal schaun: Ich geh 10er Naxx, ich geh 25er Naxx, die Bosse schaun gleich aus, die Deko verändert sich nicht im geringsten und ich musste an unseren MT denken der “damals” gemeint hat, er würde jede Fliese in Kara auswendig kennen (ok, der ist Gnom ;) )
    Ich war oft genug bei Garr ein gewisses oranges Item zu farmen (das bis heute nicht gedroppt ist) um den Weg dorthin im Schlaf zu finden. Und kaum etwas bringt mich schneller zum schreien als Lava…
    Wird das unterhaltsamer, wenn der Kampf schwieriger wird? Ich weiß es nicht. (Und natürlich: je besser der Raid ist, desto seltener muss man tatsächlich rein, dass man alles geschafft hat)
    Auf der anderen Seite: Ich bin oft genug an Archimonde gewiped bis er endlich im Staub lag. Und bei keinem Boss in BC war unsere Freude über den Kill größer.
    Bei unserem zweiten Besuch dort war der Boss genauso schwer, wir hatten immer noch 2 oder 3 Versuche bis er lag. Und der Enthusiasmus war weg. Weil: war ja schon mal tot.
    Verändert sich dieses Gefühl mit veränderten Encountern? Ist die Freude über einen Sartharion+3 kill so groß wenn genau der gleiche Boss mit weniger Drachen doch schon einige Male vor einem im Staub gelegen hat?

    Worauf ich mit diesem elendig langen Kommentar hinaus will? Weiß ich eigentlich selber nicht.
    Ja – ich wird weiter an meinen Hero-Achievements arbeiten (manchmal zumindest). Ja – ich wird mich weiterhin ärgern, dass manche Leute schon diverse Naxx-Achievements haben und ich nicht.
    Aber ja – ich wird mich auch weiterhin ärgern, dass es mir momentan nicht möglich ist, mich über den Firstkill eines Bosses zu freuen. (Malygos könnte da durchaus eine Ausnahme werden ;) )

  5. World of Warcraft: Der Wochenrückblick « Nerdy Stuff sagte,

    [...] meinem Artikel am Donnerstag hatte ich volle Arbeit geleistet. Kaum online gekommen, poppten die ersten [...]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.